{"id":712,"date":"2012-10-07T09:05:11","date_gmt":"2012-10-07T07:05:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aufabwegen.de\/events\/?p=712"},"modified":"2012-10-07T09:22:48","modified_gmt":"2012-10-07T07:22:48","slug":"wieman-john-kannenberg-kalle-laar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aufabwegen.de\/events\/archive\/712","title":{"rendered":"Wieman, John Kannenberg, Kalle Laar"},"content":{"rendered":"<p>Do, 11.10.2012, 18.00h<br \/>\n<strong>Wieman (Frans de Waard + Roel Meelkop)<\/strong> live<br \/>\n<strong>John Kannenberg<\/strong> live<br \/>\n<strong>Kalle Laar<\/strong> Vortrag<\/p>\n<p>Elektronische Konzerte und K\u00fcnstlervortrag im Rahmen der Ausstellung \u00bbSound Art. Klang als Medium der Kunst\u00ab<br \/>\nim ZKM | Medienmuseum, 18 Uhr, Eintritt \u20ac 5 (f\u00fcr BesucherInnen mit Eintrittskarte ZKM | Medienmuseum vom 11.10. Eintritt frei!)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-715\" title=\"roelspeelt_web\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/events\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/roelspeelt_web.jpg\" alt=\"\" width=\"283\" height=\"188\" \/>\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-716\" title=\"FdW_web\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/events\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/FdW_web.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"283\" \/><\/p>\n<p>Das ZKM begr\u00fc\u00dft das Elektronik-Duo Wieman (Frans de Waard und Roel Meelkop), John Kannenberg sowie Kalle Laar (mit dem Vortrag \u00bbVinyl &amp; Kunst. Von Schallplatten, K\u00fcnstlern, Covern und rotierenden Objekten\u00ab) am 11. Oktober live in Karlsruhe.<\/p>\n<p>Der Anlass f\u00fcr das Konzert ist ein besonderer: Das ZKM erh\u00e4lt am 11. Oktober 2012 das Archiv des Earational Festivals, das in den Jahren 1998 bis 2006 in der holl\u00e4ndischen Stadt &#8217;s-Hertogenbosch stattfand. Earational war ein mehrt\u00e4giges Festival mit Konzerten elektronischer Musik und Klanginstallationen. \u00dcber die Jahre traten dort viele namhafte K\u00fcnstlerInnen auf, u. a. Alva Noto, Fennesz, Freiband, Main, sowie Roland Kayn und Charlemagne Palestine. Zudem gaben The Hafler Trio (2003) und Nurse With Wound\/Colin Potter (2004) nach vielen Jahren ihre ersten Konzerte im Rahmen des Festivals, welche das Interesse an beiden Gruppen neu aufkeimen lie\u00dfen. Das Archiv beinhaltet viele Live-Aufnahmen, Bilddokumentationen, Presseausschnitte, Plakate und Hefte und wird auf Weisung des Festivalkurators Anton Viergever (1958-2012) dem ZKM \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Wieman ist ein Elektronisches Duo bestehend aus Frans de Waard und Roel Meelkop. Frans de Waard (*1965) produziert seit 1984 experimentelle elektronische Musik. Zun\u00e4chst mit der von ihm gegr\u00fcndeten Formation Kapotte Muziek, die mittlerweile zu den wichtigsten Projekten der Ger\u00e4uschmusik z\u00e4hlt. Sp\u00e4ter dann in weiteren, stilistisch sehr verschiedenen Projekten wie z.B. Beequeen (mit Freek Kinkelaar; Kunst-Songs und filmischer Ambient), Goem (mit Roel Meelkop &amp; Peter Duimelinks, ultra-minimaler post-Techno), Zebra (mit Roel Meelkop, chaotische Beats), The Tobacconists (mit Scott Foust, Raucher-Pop) und in diversen Soloprojekten wie Freiband, Shifts oder einfach nur Frans de Waard. Er war von 1992 bis 2003 beim legend\u00e4ren niederl\u00e4ndischen Label Staalplaat besch\u00e4ftigt und gibt seit 1986 sein eigenes w\u00f6chentliches Musikmagazin heraus: Vital Weekly (seit 1995 als Online-Magazin). Seine Konzertreisen f\u00fchrten ihn in verschiedene L\u00e4nder, wie z.B. USA, Russland, Japan oder England, wo er oft mit weiteren MusikerInnen gemeinsam auftritt (u.a. mit Pan Sonic). Frans de Waard hat bereits mit zahlreichen internationalen MusikerInnen und Klangk\u00fcnstlerInnen zusammengearbeitet, u.a. mit Guiseppe Ielasi, Jaap Blonk, Howard Stelzer, Roel Meelkop, Andrew Liles, Radboud Mens und mit dem B\u00fcrgermeister seiner niederl\u00e4ndischen Heimatstadt Nijmegen. 2008 drehte Filmemacher Harrie Timmermans eine Dokumentation zum 25-j\u00e4hrigen Bestehen der Gruppe Kapotte Muziek mit dem Titel \u00bbWhat You See Is What You Hear\u00ab. Frans de Waard gibt regelm\u00e4\u00dfig Workshops und Lectures und ist als Kurator und Veranstalter aktiv.<\/p>\n<p>Roel Meelkop (*1963) studierte Bildende Kunst und Kunstwissenschaft an der Willem de Kooning Academie in Rotterdam. W\u00e4hrend eines Postgraduiertenkurses beschloss er, seine Arbeit auf Sound und Musik zu fokussieren. Seine musikalischen Aktivit\u00e4ten reichen zur\u00fcck bis zum Anfang der 1980er Jahre, als er zusammen mit Jac van Bussel, Peter Duimelinks, Jos\u00a0 Smolders und Guido Doesborg das Projekt THU20 startete. THU20 ver\u00f6ffentlichten viele Kassetten und CDs und traten regelm\u00e4\u00dfig in Europa auf. Ihre Arbeitsweise beinhaltete Diskussionen \u00fcber das \u203aWie\u2039 und \u203aWarum\u2039 des Komponierens. Diese Zeit war entscheidend f\u00fcr Meelkops Soundkonzepte. Es dauerte aber bis Mitte der 1990er Jahre, dass er diese Ideen auch umsetzen konnte. Die Anschaffung eines Samplers, und sp\u00e4ter eines Computers, ver\u00e4nderten seine M\u00f6glichkeiten mit Sounds zu arbeiten radikal und bot zugleich gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Kontrolle und Freiheit. Seitdem arbeitet er best\u00e4ndig an neuen Werken, von denen viele mit Begeisterung in der kleinen, aber passionierten Szene der Sound Art wahrgenommen werden. Meelkop arbeitet zusammen mit Kapotte Muziek und organisiert Sound Events, haupts\u00e4chlich in Rotterdam. Neben seinen Ver\u00f6ffentlichungen konzentriert sich seine Arbeit auf raumbezogene Klanginstallationen und Performance-St\u00fccke in Kollaboration mit anderen MusikerInnen und (bildenden) K\u00fcnstlerInnen. Eine besondere Zusammenarbeit mit Frans De Waard, bekannt von Kapotte Muziek und Goem, tr\u00e4gt den Namen Wieman \u2013 ein Projekt, dass all ihre musikalischen Interessen, von Noise zu Klassik, von Pop zu Avantgarde, von Improvisation zu Komposition, vereint.<\/p>\n<p>John Kannenbergs Kunst besch\u00e4ftigt sich mit dem Akt des genauen Zuh\u00f6rens, der Disziplin des Sammelns, der Wahrnehmung von Zeit, den Kl\u00e4ngen von R\u00e4umen und Orten und den Metaprozessen des Schaffens und Erlebens von Kunst. Seine leise und reflektierte Arbeit verwischt die Grenzen zwischen Intention und Zufall und gestaltet Zufallsprozesse im Rahmen von pers\u00f6nlichen Regeln, die mal mehr, mal weniger streng angewandt werden. Sein multidisziplin\u00e4rer Ansatz bewegt sich frei zwischen Zeichnungen, Feldaufnahmen, grafischer Notation, digitalem Video und improvisiertem Klang. Seit 2002 ist John Gr\u00fcnder, Designer und Kurator von stasisfield.com, einem interdisziplin\u00e4ren, digitalen Kunstraum, der Werke einer weltweiten Auswahl von K\u00fcnstlerInnen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Der Musiker Kalle Laar kultiviert in den Performances seines Tempor\u00e4ren Klangmuseums eine ganz eigene Sound-Kultur. Wenn Erik Satie mit seiner Musique d\u2019Ameublement einen Raum m\u00f6blieren wollte, dann bringt Kalle Laar eine anhaltende imagin\u00e4re Bewegung in den Raum, die so wirkt, dass man sich best\u00e4ndig der Musik vergewissern muss. Denn was er am Mischpult mit LPs, CDs, und Elektronik zaubert, sind nichts anderes als Kl\u00e4nge und Strukturen, die sich best\u00e4ndig aufl\u00f6sen. Jeder Moment wird zu einem Moment des \u00dcbergangs. Nie darf man sich sicher f\u00fchlen.<br \/>\nAm 11. Oktober wird Kalle Laar seine Arbeit \u00bbYou Are Invited . A Landscape for John Cage &amp; Dick Higgins\u00ab (2012), bestehend aus ca. 60 historischen Plattenspielern, Schallplatten, Schallplatten-Covers, Regalen und einem\u00a0 Tisch mit drei frei bedienbaren Plattespielern, vorstellen. Diese ist bis zum 06.01.2013 als neues Werk im Rahmen der Ausstellung \u00bbSound Art. Klang als Medium der Kunst\u00ab zu sehen.<\/p>\n<p>Fotos: Roel Meelkop &amp; Frans de Waard<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/soundart.zkm.de\" target=\"_blank\">soundart.zkm.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Do, 11.10.2012, 18.00h Wieman (Frans de Waard + Roel Meelkop) live John Kannenberg live Kalle Laar Vortrag Elektronische Konzerte und K\u00fcnstlervortrag im Rahmen der Ausstellung \u00bbSound Art. Klang als Medium der Kunst\u00ab im ZKM | Medienmuseum, 18 Uhr, Eintritt \u20ac 5 (f\u00fcr BesucherInnen mit Eintrittskarte ZKM | Medienmuseum vom 11.10. 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