{"id":1148,"date":"2009-06-11T21:37:24","date_gmt":"2009-06-11T19:37:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/?p=1148"},"modified":"2009-07-18T16:04:49","modified_gmt":"2009-07-18T14:04:49","slug":"gently-weeping-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/gently-weeping-1\/","title":{"rendered":"Gently Weeping #1"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1151\" title=\"nothing\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/nothing.jpg\" alt=\"nothing\" width=\"150\" height=\"148\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1165\" title=\"lord-cut-glass\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/lord-cut-glass-150x150.jpg\" alt=\"lord-cut-glass\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/lord-cut-glass-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/lord-cut-glass.jpg 257w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1434\" title=\"ysmortaux\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/ysmortaux.jpg\" alt=\"ysmortaux\" width=\"150\" height=\"141\" \/><\/p>\n<p>Gently Weeping #1<br \/>\nDie Kolumne zum Klang der Gitarre &#8211; von Bandkorsett bis Noise<\/p>\n<p>Bereits etliche Jahre auf dem alt.country Circus unterwegs ist die <strong>Handsome<\/strong> <strong>Family<\/strong>. Ihr aktuelles Album <strong>Honey Moon<\/strong> (Loose Music\/RTD) klingt wie die vorherigen auch: Slidegitarren, R\u00fchrbesen-Schlagzeug, Fiddle zur Unterstreichung der melancholischen Note. Der Franzose <strong>Michel Henritzi<\/strong> (ehemals Betreiber von A Bruit Secret) hat mit <strong>Nothing<\/strong> (CDR, Dyin&#8216; Ghost Records 01) ein ersch\u00fctternd solit\u00e4res Album an Lapsteel, Gitarre und Amp eingespielt. Jede Note vibriert in der Luft, die Akkorde schlagen ein wie Naturkatastrophen. Das Ganze ist von gro\u00dfer\u00a0Direktheit und Zerbrechlichkeit. Toll! Wer seine regelm\u00e4\u00dfige Portion The Jesus &amp; Mary Chain-Herzschmerz braucht, der sollte zum selbstbetitelten Album der Truppe <strong>Pains Of Being Pure At Heart<\/strong> (Cargo Records) greifen. Hier finden sich alle Ingredienzen: Kopfschmerzige Matschakkorde, distanzierter Gesang, rauhe Ecken und Kanten und unterschwellige Aggressivit\u00e4t und Melancholie in einem gef\u00e4hrlcihen Mischungsverh\u00e4ltnis. I&#8217;m happy when it rains&#8230; Auch in Schottland ist das Wetter meistens miserabel, was die Herren von <strong>Lord Cut-Glass<\/strong> auf ihrem selbstbetitelten Zweitling (dem ersten Abum f\u00fcr Chemikal Underground) zu allerhand sarkastischen Possen verleitet. Da wird von Frisuren gesungenm, die so platt wie eine Fu\u00dfmatte aussehen swingende Salongrooves werden bem\u00fcht. Holy Fuck! ist ein tolles Lied vom Scheitern einer beziehung im blendenden Morgenlicht nach einer rauschenden Liebesnacht, andere Songs handeln vom sozialen Siechtum des S\u00e4ngers. Auch recht fr\u00f6hlich also, I-Tunes meint: Folk. Naja&#8230; <strong>Anla Courtis<\/strong>, der ehemalige Frontmann des argentinischen Projekts Reynols leifert einige Liveimpressionen als CDR unter dem Titel <strong>Live Action<\/strong> ab (auf Lee Kwang Gohs Label Herbal). Der Hinweis auf Whitehouse t\u00e4uscht: es handelt sich hier nicht um Noise, sondern um, wenn gleich auch druckvolle, E-Gitarren-Drones, die mit viel Geruckele und Gedr\u00f6hne eingespielt wurden. Nicht seine st\u00e4rkste Arbeit aber ein nettes kleines Zeitdokument. Die wunderbar verpackte (siehe Motiv rechts oben) <strong>Mort Aux Vaches<\/strong> CD des US-amerikanischen Duos <strong>Yellow Swans<\/strong> kann nicht dar\u00fcber hinweg t\u00e4uschen, dass das Projekt vor allem live funktioniert. Die ausufernde Diskografie enth\u00e4lt zahllose Sketches, verdr\u00f6hnte Kellertapes und dubiose One Off-Kollaborationen, die eigentlich nicht f\u00fcr die Nachwelt festgehalten werden m\u00fcssten, sondern wo die Erinnerungen an die Ereignisse den Beteiligten und Anwesenden wohlige Schauer \u00fcber den R\u00fccken jagen. Ganz so arg verh\u00e4lt es sich mit den vier Tracks aus dem hier eingefangenen Radiokonzert zwar nicht, aber das Vorangegangene macht vielleicht etwas verst\u00e4ndlich, wie eine solche Aufnahme im Gesamtkontext des Projekts etwas verbla\u00dft. Auf dieser <strong>Mort Aux<\/strong> <strong>Vaches<\/strong> CD dr\u00f6hnen vier l\u00e4ngliche Powerdrones, eingespielt mit Gitarre und allerlei analogen Effekteinheiten. Unscharf, brutzelig, druckvoll, aber eben in Phasen leider auch etwas beliebig. Platte bitet trotzdem kaufen, das Cover geh\u00f6rt ins Museum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gently Weeping #1 Die Kolumne zum Klang der Gitarre &#8211; von Bandkorsett bis Noise Bereits etliche Jahre auf dem alt.country Circus unterwegs ist die Handsome Family. Ihr aktuelles Album Honey Moon (Loose Music\/RTD) klingt wie die vorherigen auch: Slidegitarren, R\u00fchrbesen-Schlagzeug, Fiddle zur Unterstreichung der melancholischen Note. 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