{"id":1348,"date":"2009-04-09T22:32:02","date_gmt":"2009-04-09T20:32:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/?p=1348"},"modified":"2009-07-09T22:33:31","modified_gmt":"2009-07-09T20:33:31","slug":"amor-fati-diverse-cds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/amor-fati-diverse-cds\/","title":{"rendered":"amor fati &#8211; diverse CDs"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1378\" title=\"dsc_0042\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/dsc_0042-150x150.jpg\" alt=\"dsc_0042\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/dsc_0042-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/dsc_0042-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/dsc_0042.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p>amor fati Labelspot<\/p>\n<p>Unter Nietzscheanischem Banner pr\u00e4sentiert das franz\u00f6sische Label aktuelle Improvisationsmusik, nicht selten als ungefilterten Livemitschnitt. Die Aufmachung der Releases ist schlicht, geschmackvoll und gleichsam effektiv: auf Umweltkartonage immer gleichen Zuschnitts sind pro V\u00d6 verschiedenste Muster wie von Hand appliziert; diese stecken in einer Klarsichth\u00fclle, auf denen Aufkleber den Inhalt der Pckung kennzeichnen. Oft liegt noch ein kleines Papierbooklet mit weiteren Infos zu Musikern und Aufnahmeumst\u00e4nden bei. Das Label sitzt in Bordeaux.<br \/>\n<strong>Being<\/strong> (FATUM 015) ist eine Kontrabass-Solo-Aufnahme von 2007 des Musikers Paul Rogers (Chester\/UK), die aus einem Go von 70 Minuten\u00a0 besteht, plus einer 3 Minuten Zugabe (inkl. Klatschen). Viel brummendes Streichen ert\u00f6nt hier, zartes Rubbeln am Instrumentenkorpus, plunkernder Saitenstrich. Rogers pr\u00e4sentiert sich als echter Arbeiter, als jemand, der einen Klangblock wie ein Bildhauer aus den unz\u00e4hligen\u00a0M\u00f6glichkeiten des Rohst\u00fccks herausschl\u00e4gt. Am Ende bleibt monumentale Sch\u00f6nheit. <strong>Drums Noise Poetry<\/strong> (FATUM 014) ist ebenfalls ein Livemitschnitt des Schlagzeugtrios Edward Perraud, Mathias Pont\u00e9via und Didier Lasserre (Trio de Batterie). Es will scheinen, als seien die drei Herrschaften durch die strenge Schule des Radu Malfatti gegangen, denn leiser geht es kaum noch. Sch\u00f6ne Pausen ordnen das Klanggeschehen, nur das Streichen der Becken wirkt schrill, manchmal gesellt sich ein aufbrausendes Tomgewitter hinzu, dann f\u00e4llt alles wieder zur\u00fcck in Konzentration und v\u00f6llige Reduktion. Anschleich-Improv! Eine ungew\u00f6hnliche Ver\u00f6ffentlichung in diesem Kontext ist die CD mit Gitarre-Soloarbeiten von Gianni Gr\u00e9gory Fornet, da hier auch Songformat gestreift wird. <strong>roppo tintu \u00e8 addivintatu lu munnu<\/strong> (FATUM 010) ist ein Co-Release mit dem Label Dromosph\u00e8re (ebenfalls aus dem Umland von Bordeaux). Fornet beginnt sein Spiel mit zart-lieblichen Pickings, mischt Samplerkl\u00e4nge bei und singt sogar: romantische Gesten kommen hier also durchaus vor. Spannend an dem Werk ist die Zerrissenheit, die einerseits harmonies\u00fcchtige Naivit\u00e4t des Spiels und die F\u00e4higkeit, dies mit dem folgenden Akkord alles in Frage zu stellen und loszulassen. Merkw\u00fcrdig. Ein zwar leichtf\u00fc\u00dfiges, aber auch recht zahmes Trio begegnet uns mit dem <strong>Free Unfold Trio<\/strong> (FATUM 009), bestehend aus Jobic le Masson (Piano), Benjamin Duboc (Kontrabass) und dem Labelmitebetreiber Didier Lasserre (Schlagzeug). Die klaren Linien des Improvisationsspiels verlaufen durch den Raum wie die farbenfrohen Muster einer Tapete. Ehrlicherweise m\u00fcssen w ir zugeben, dass der erste H\u00f6reindruck von <strong>Pick-Up<\/strong> (FATUM 004) nicht vermittelt, Pascal Battus w\u00fcrde das Spiel mit der Tabletop Gitarre revolutionieren. Was w\u00e4re dort auch zu tun? Der Reiz dieser Versuchsanordnung besteht nun einmal in einer relativ fixierten Bespielung ds Pickup-Bereichs des Instruments. Die detaillierten Gesten und plirrenden Antastungen kommen einem bekannt vor; aufhorchen und wohlig kichern mussten wir dann aber doch, als es Battus in einer Passage schafft, seine Gitarre wie ein gurrende Taube klingen zu lassen.<br \/>\n<em>Zipo<\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.amorfati.fr\" target=\"_blank\">www.amorfati.fr<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>amor fati Labelspot Unter Nietzscheanischem Banner pr\u00e4sentiert das franz\u00f6sische Label aktuelle Improvisationsmusik, nicht selten als ungefilterten Livemitschnitt. Die Aufmachung der Releases ist schlicht, geschmackvoll und gleichsam effektiv: auf Umweltkartonage immer gleichen Zuschnitts sind pro V\u00d6 verschiedenste Muster wie von Hand appliziert; diese stecken in einer Klarsichth\u00fclle, auf denen Aufkleber den Inhalt der Pckung kennzeichnen. 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