{"id":2605,"date":"2010-05-13T21:23:55","date_gmt":"2010-05-13T19:23:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/?p=2605"},"modified":"2010-07-13T22:06:54","modified_gmt":"2010-07-13T20:06:54","slug":"wolfgang-fromberg-spucke-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wolfgang-fromberg-spucke-buch\/","title":{"rendered":"Wolfgang Fr\u00f6mberg &#8211; Spucke Buch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2606\" title=\"Spuckeweb-190x300\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/Spuckeweb-190x300.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"237\" \/><\/p>\n<p>Wolfgang Fr\u00f6mberg<br \/>\nSpucke<br \/>\n(Hablizel Verlag, H1, 221S.)<\/p>\n<p>Gerade den K\u00f6lnern wird der Name Wolfgang Fr\u00f6mberg sicher bereits untergekommen sein, z.B. als Autor f\u00fcr Spex oder die K\u00f6lner StadtRevue. Genau \u00fcber seine Zeit bei Spex, hier &#8222;Spucke&#8220; genannt, handelt dieser Roman. Aus Wolfgang Fr\u00f6mberg wird Walter F\u00f6rster, aus der Roland- die Donaldstr. Nunja. Der Roman handelt von eben jenem vom Verleger ausgebeuteten und von der Maschinerie verzehrten Schreiber F\u00f6rster, der bei Spucke f\u00fcr die Literaturthemen zust\u00e4ndig ist. In seiner Kollegenclique brodeln Umsturzgedanken, da der Verleger, ein fieser Wurstfabrikant, damit droht, die Spucke-Redaktion kostensparend nach M\u00fcnchen umzusiedeln. Spannend wird die Geschichte, wenn wahrscheinlich authentische Interviewsequenzen und Begegnungen, zum Beispiel mit Bret Easton Ellis oder Marcel Beyer, im Handlungsstrang platziert werden. Hier leuchtet der ansonsten eher blasse F\u00f6rster-Charakter auf: seine Gedanken werden durch diese Begegnungen in Rotation versetzt und sein Leben bekommt einen Drive. Ebenfalls spannend zu lesen sind die kurzen Ausfl\u00fcge in die Familiengeschichte des Helden, die dessen Vater als k\u00e4mpfenden Malochertypen darstellen von dem sich der Sohnemann emanzipieren m\u00f6chte und zu dem er doch auch aufschaut. Nervig ist allerdings das ewige Revoluzzergelaber der F\u00f6rster-Kollegen, die aus allen Ritzen hervorquellende Loser-Romantik und das fabulierte Neurosenleben des Hauptdarstellers, welches doch arg an das Phonon-Sujet erinnert, ohne dessen Wucht zu bekommen (Tenor: Zombies lauern \u00fcberall). Auch die Figur der Tochter Nele wirkt arg konstruiert, da sie im sonst bisweilen hyperrealistisch geschilderten Alltag kaum eine Rolle spielt. Der Schreibstil ist flott und gut nachvollziehbar und die ein oder andere Pointe wird auch gesetzt. Auch die gewisse Zuneigung zu den K\u00f6lner Veedeln nimmt man Fr\u00f6mberg gerne ab. Am sch\u00f6nsten aber finde ich, dass der Roman als Gesamtprojekt &#8211; erschienen bei einem neuen Verlag eines ex-Spexlers, geschrieben von einem ex-Spexler, unpr\u00e4tenti\u00f6s, ohne Hektik und mit ehrlicher Arbeit rausgehauen &#8211; fast selbst wie die teilweise Einl\u00f6sung der\u00a0Pl\u00e4ne, Forderungen und Hoffnungen der F\u00f6rstergruppe wirkt. Aus der Geschichte heraus als eigene Notwenigkeit entstanden. Das wirkt sehr schl\u00fcssig und irgendwie fast nat\u00fcrlich. Nach dem Motto: &#8222;Wenn das alles wirklich so Schei\u00dfe war, ja Mensch, dann kann es so gehen wie mit &#8218;Spucke&#8216;.&#8220; Nur den Depeche Mode Song Music For The Masses m\u00f6chte ich noch einmal h\u00f6ren&#8230;<br \/>\n<em>Till Kniola<\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hablizel-verlag.de\" target=\"_blank\">www.hablizel-verlag.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolfgang Fr\u00f6mberg Spucke (Hablizel Verlag, H1, 221S.) 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