{"id":5574,"date":"2017-01-20T22:59:46","date_gmt":"2017-01-20T20:59:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/?p=5574"},"modified":"2019-04-05T14:31:41","modified_gmt":"2019-04-05T12:31:41","slug":"monotype-records-diverse-cds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/monotype-records-diverse-cds\/","title":{"rendered":"Monotype Records &#8211; diverse CDs"},"content":{"rendered":"<p>Monotype Records \/ BOLT \/ Catsun<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6182\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mono048-300x272.jpg\" alt=\"\" width=\"165\" height=\"150\" \/>\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6181\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/BRES17-300x267.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p>Das Empirium des Jakub Miko\u0142ajczyk schl\u00e4gt zur\u00fcck! Eine konstante Welle an Releases erreicht uns aus Polen, ungebrochen scheint der Enthusiasmus im Nachbarland. Die Bandbreite des Outputs reicht von neuen Improvkonstellationen bekannter Musiker bis hin zu echten Neuentdeckungen und historischen Releases. Hier folgt eine kursorische Erfassung mit Mut zur L\u00fccke&#8230;<br \/>\nGerne lasse ich mir\u00a0 mangelnde Inspiration vorwerfen, bei dronigen Akkordeonkl\u00e4ngen mit der Oliveros-Keule zu schwingen, aber es hilft ja nun mal nix. Die Referenz bleibt f\u00fcr mich stimmig. Der portugiesische Musiker <strong>Alfredo Costa Monteiro<\/strong> ordnet auf <strong>UM EM UM<\/strong> (mono090) kraftvolle Klangfl\u00e4chen an, brodelnde Horizontalen, in die er kleinste Ger\u00e4usche versenkt. Wem es gelingt, den verwobenen Schallstrom zu durchbrechen, der fidnet auf der anderen Seite manches Geheimnis. <strong>Spill<\/strong> nennen die Exil-Berliner Tony Buck (u.a. The Necks) und Magda Mayas ihr Duo. Die vier Tracks auf <strong>Fluoresce<\/strong> (mono050) werden vom bewegten Percussionsspiel getragen: prutzelnde Ger\u00e4usche, warme Streicheleinheiten und pointierte Schl\u00e4ge setzen die Pace, Klavier- und Orgelt\u00f6ne schleichen sich behutsam in das Dickicht hinein. Es entsteht eine dschungelhafte Atmosph\u00e4re. Eine echte Entdeckung ist die kurze Platte (auch als Tape erschienen) <strong>Bia\u0142o<\/strong> (B\u00f4\u0142t) der K\u00fcnstlerin <strong>Asi Mina<\/strong>, aka Joanna Bronis\u0142awska. Die Musik ist ein dunkeln brodelnder, irgendwie fragiler Mix aus analogen Synthikl\u00e4ngen und elektronische Ausschm\u00fcckungen. Der Gesang ist seltsam dominant und doch erratisch, die Stimmaufnahme klingt bisweilen \u00fcbersteuert und stolpernd. Bei den Textvorlagen handelt es sich um Gedichte des polnischen Klassikers Miron Bia\u0142oszewski, die Adaption in popkulturelle Gefilde ist aller Ehren wert. In einer Art Gegenentwurf zum Quintett Avant moduliert Lionel Marchetti aus Aufnahmen eines Improvisationsensembles mit fast g\u00e4rtnerischer Behutsamkeit schl\u00fcssige St\u00fccke f\u00fcr das Album <strong>TSSTT!<\/strong> (mono048). Feldger\u00e4usch, fast acid-m\u00e4ssiges Tape Splicing und weiteer reduzierte Elektroakustik setzen die Farbpalette f\u00fcr die Interventionen und Gespr\u00e4che der Bl\u00e4ser. Nicht immer ist klar, ob V\u00f6gel echte V\u00f6gel oder doch \u00fcberdrehte Klarinetten sind. Sicherungsknacksen, brutzelnde Kurzwellen und crescendierende Trompetensounds erzeugen eine Musik von bizarrer Sch\u00f6nheit und forderndem Charakter. Beteiligt sind <strong>Xavier Charles, Jean-Philippe Gross, Franz Hautzinger<\/strong> und eben <strong>Lionel Marchetti<\/strong>. Nicht passender betiteln k\u00f6nnen h\u00e4tte <strong>Helge<\/strong> &#8222;Deathprod&#8220; <strong>Sten<\/strong> sein Album <strong>Monochromes<\/strong> (BOLT BR ES15). Bewegungsarme Klangstr\u00f6me entfalten sich im Raum,. tietchoide Menschenferne beherrscht das Geschehen. In langsamen Bewegungen l\u00f6sen elektronische Fl\u00e4chen einander ab, nicht dronig kreiselnd, sondern wir massige Quader im Raum liegend. Sch\u00f6ne, leicht wehm\u00fctige Mitternachtsmusik spielt <strong>Mirt<\/strong> auf <strong>Mud, Dirt &amp; Hiss<\/strong> (Catsun CAT14). Die Platte atmet den Geist der 1990er Electronica-Hochzeit; in einer Passage vermuten wir sogar ein zartes Autechre-Zitat. Insgesamt bleibt die f\u00fcr Mirt typische filmische Qualit\u00e4t erhalten, hier in vielen Momenten angereichert durch eine dubbige Note. Aus der Reihe &#8222;Polish Radio Experimental Studio&#8220; stammt die Doppel-CD P<strong>ole Reports From Space <\/strong>(BR ES17), die historische und aktuelle St\u00fccke zum Thema Weltraumreisen versammelt. Vertreten sind unter anderem der Altmeister Eugenius Rudnik mit einer Arbeit zwischen H\u00f6rspiel und elektroakustischer Komposition, Arturas Bumsteinas, Krzysztof Penderecki mit einem kurzen elektronischen St\u00fcck und weiterer mehr. Vielen St\u00fccken gemein ist das Vorkommen einer knorrigen Erz\u00e4hlstimme. Spannend anzuh\u00f6ren!<br \/>\n<em>Zipo<\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.boltrecords.pl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.boltrecords.pl<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.monotyperecords.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.monotyperecords.com<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monotype Records \/ BOLT \/ Catsun \u00a0 Das Empirium des Jakub Miko\u0142ajczyk schl\u00e4gt zur\u00fcck! Eine konstante Welle an Releases erreicht uns aus Polen, ungebrochen scheint der Enthusiasmus im Nachbarland. 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