{"id":7193,"date":"2022-06-28T12:40:00","date_gmt":"2022-06-28T10:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/?p=7193"},"modified":"2022-06-29T13:48:37","modified_gmt":"2022-06-29T11:48:37","slug":"27-06-2022-nick-cave-the-bad-seeds-live-in-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/27-06-2022-nick-cave-the-bad-seeds-live-in-koeln\/","title":{"rendered":"27\/06\/2022 &#8211; Nick Cave &#038; The Bad Seeds live in K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_2280-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_2280-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7196\" width=\"401\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_2280-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_2280-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_2280-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_2280-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.aufabwegen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_2280-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Mehrmals verschoben und dankenswerterweise von Prime in die Region geholt, trat der Hohepriester Nick Cave endlich mit seinen Bad Seeds live in der Lanxess Arena K\u00f6ln auf. Die Band und der Meister selbst zeigten sich an diesem Abend in Top-Form. Nach zwei aktuellen St\u00fccken folgte gleich als dritte Nummer <strong>From Her To Eternity<\/strong>, komplett mit Kreischeinlagen, atonalen Klaviertorturen und in einer extra langen Version. Ein Klassiker in der langen Laufbahn von Nick Cave! In diesem Stil wurde das Programm fortgesetzt; aktuellere Nummern der letzten Alben wurden immer wieder durchsetzt mit Hits, auf die die Fans nat\u00fcrlich sehns\u00fcchtig warteten. Und toll zu h\u00f6ren war, dass altes und neues Material bestens live funktionierte, ohne dass in Intensit\u00e4t, Druck oder Spielfreude gro\u00dfe Unterschiede auszumachen waren. Leicht klebriger Schmerzpunkt der Show war das arg erweckte <strong>O Children<\/strong> vom 2004er Doppel-Album <strong>Abattoir Blues \/ The Lyre Of Orpheus<\/strong>, in dem sich der eh schon ausgepr\u00e4gte Gestus des Preacherman mit dem kitschigen Song leicht ungut vermengte. Andererseits hat Cave schon immer alttestamentarische Themen bearbeitet und durch Schicksalsschl\u00e4ge (und wom\u00f6glich seine Freundschaft zu David Tibet w\u00e4hrend der Jahre in Hastings angestachelt) haben die religi\u00f6sen Metaphern in seinen Liedern in den letzten Jahren zugenommen. Der ehrlich-erdigen Kraft seiner Musik hat dies nicht geschadet, und mit Warren Ellis hat Cave den genialen Sidekick f\u00fcrs Songwriting und Performen (wie sich auch in K\u00f6ln zeigte!) gefunden. Von den Repertoire-Tracks begeistern noch <strong>Red Right Hand <\/strong>und <strong>Ship Song<\/strong>, etwas schw\u00e4cher f\u00e4llt <strong>Tupelo <\/strong>aus, welches nicht an die D\u00fcsterkeit der Studioversion herankommt. H\u00f6hepunkt des Konzertes ist <strong>The Mercy Seat<\/strong>, der kongeniale Todeszellensong, der hier in einer reduziert-langsamen, aber unheimlich brodelnden Version gespielt wird, die gef\u00fchlte sieben Minuten andauerte und keine Sekunde zu lang war. Der Auftritt von Nick Cave &amp; The Bad Seeds endet nach den wohl regul\u00e4ren Zugaben mit einem zweiten Encore-Block, der aus dem Spa\u00df an der Freude spontan heraus entschieden wird (ob es so war, wer wei\u00df?!) und von Cave entsprechend mit &#8222;OK, let&#8217;s try this&#8220; angek\u00fcndigt wird. Klarer H\u00f6hepunkt hieraus: <strong>Henry Lee<\/strong>, als Original mit PJ Harvey nat\u00fcrlich unschlagbar, aber in K\u00f6ln auch sehr bewegend im Duett mit einer der Background-S\u00e4ngerinnen vorgetragen. Ein denkw\u00fcrdiger Abend mit tollen Momenten!<br><em>Yves<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrmals verschoben und dankenswerter Weise von Prime in die Region geholt, trat der Hoheprister Nick Cave endlich mit seinen Bad Seeds live in der Lanxess Arena K\u00f6ln auf. Die Band und der Meister selbst zeigten sich an diesem Abend in Top-Form. 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