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22.10. Broken Sound #16: Otomo Yoshihide & David Maranha

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Di. 22.10.2013,
Einlass: 20.00h, erstes Konzert: 20.30h
Eintritt: AK 12 /  VVK 10 EUR

aufabwegen präsentiert: broken sound #16

BrokenSound_16_web

OTOMO YOSHIHIDE (JAP)
Rare piano/guitar solo set by this key figure from the Japan Improv scene
&
DAVID MARANHA (P)
Raw drones from Portugal, founder of Osso Exotico

Stadtgarten (Saal)
Venloer Str. 40, 50672 Köln

„broken sound“ geht nach längerer Pause weiter – endlich wieder Geräusche und Sounds! Die 16. Folge der Reihe wartet mit enem hochkarätigen internationalen Gastspiel auf. Es kommt OTOMO YOSHIHIDE, einer der Granden der japanischen Experimentalszene, der von Turntablism über Jazz und Noise bis hin zu Neuer Musik alles kann. Er spielt heute ein seltenes Turntable/Gitarre-Soloset. Eröffnet wird der Abend vom portugiesischen Drone-Künstler David Maranha, der mit seinem Update des rauhen Tony Conrad/John Cale-Sounds in den letzten Jahren für Furore gesorgt hat.
„broken sound“ wird kuratiert von Till Kniola/aufabwegen und gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
Flyer: Robert Schalinski

otomo_yoshihide

OTOMO YOSHIHIDE

Otomo Yoshihide (*1959) ist einer der vielseitigsten Musiker der japanischen OFF-Szene. Er ist für seine frühen Gitarren- und Tunrtable-Experimente bekannt geworden, und war zu Beginns einer Kariere vor allem im Noise-Underground tätig. Otomo Yoshihide erweiterte sein stilistisches Repertoire beständig und feierte in den letzten Jahren vermehrt auch als Komponist experimentller Kammermusik und als Enseble/Band-Leader mit seinem Otomo Yoshihide New Jazz Ensemble größere Erfolge. Yoshihide ist auch poltisch engagiert und rief mehrere Festivalabende als Benefiz für die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima und als Protest gegen die Atompolitik der japanischen Regierung ins Leben. Otomo Yoshihide ist ein international gefragter Performer der auch allen größeren Festivals bereits Konzerte gegeben hat, zudem ist er als Kurator aktiv. Die Liste der Musiekr, mit denen Otomo Yoshihide bereits gemeinsame Projekte realisiert hat, ist schier endlos – als Auswahl seien hier genannt: John Zorn, Merzbow, Christian Marclay, Boredoms, Axel Dörner oder Voice Crack. Er war auch Mitglied das von Zbigniew Karkowski gegründeten Laptop Orchestras, eine Versammlung internationaler Noise-Musiker. Ein stilbildendes Projekt formte Yoshihide mit I.S.O., dem auch seine Partnerin Sachiko M und Ichiraku Yoshemitsu angehörten. I.S.O. performten ultra-reduzierten, sehr disziplinierten No-Input-Mixer Sound, der eine ganze Stilistik mitbegründete.
Foto: Otomo Yoshihide

Maranha

DAVID MARANHA

Die Musik des portugiesischen Künstlers David Maranha (*1969) wird oft mit den dronigen Sounds eiens Tony Conrad oder frühen Arbeiten von John Cale verglichen. Maranha interessiert sich für SOUND, für die reine Vibration, für die flirrenden Klangfarben dichter Toncluster. Er arbeitet mit Hammondorgeln, hängenden Klavieren, gespannten Saiten und verzerrten Gitarren. Seien Musik ist dicht und rau und bewegt sich jenseits trandiger Droneästhetik. In der Dichte der Klänge findet Maranha zu überraschender Schönheit. David Maranha ist einer der international bekanntesten und aktivsten Experimentalmusiker Portugals. Er spielte in Projekten wie Osso Exotico und arbietet mit Musikern wie Z’ev, Manuel Mota, Stephan Mathieu und betreibt mit dem australiscehn Experimentalduo Minit das Projekt
“Organ Eye”, welches nur mit verfremdeten orgelklängen arbeitet. Sein 2010er Album „Antarctia“ (auf dem US-Label Roaratorio) tauchte seinerzeit in vielen Jahresbestenlisten auf.
Der britische WIRE schreibt über David Maranha:
David Maranha is a luminary of the Portuguese underground. The two tracks of Antarctica fall into the space between dirge and drone opened up by the Velvet Underground and Tony Conrad’s recordings with Faust. The drums of Afonso Simões and tambourine of Patrícia Machás provide the solemn beat, slow and heavy as an execucion procession, over which Maranha’s violin and Riccardo Dillon Wanke’s guitar build a steel-walled wail. They enclose the sound in a bleak coruscating drone anchored by the leaden bass of João Milagre or Stefano Pilia (side A and Side B respectively). Favouring intensity over sheer volume, Maranha and co achieve a focused minimalism that riff based drone rockers aspire to but cannot reach.
Nick Southgate, The Wire
http://davidmaranha.blogspot.de/
Foto: David Maranha