Willkommen im Logbuch.
Hier werden regelmäßig Rezensionen eingestellt. Und zwar nur solche, die nicht in der Printausgabe von aufabwegen erscheinen oder erschienen sind. Das Logbuch ist also als eine Art Ergänzung und Weiterführung der Printausgabe von aufabwegen zu verstehen. Wir möchten das Logbuch dazu nutzen, in aller Kürze auf Tonträger, die uns erreicht haben einzugehen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Zipo
Introduction
15. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert
Lorenzo Senni – Dunno CD
10. Mai 2012 · Keine Kommentare

Lorenzo Senni
Dunno CD
(presto !? recordings P!?014)
Lorenzo Senni, der Jungspund-Labelboss von presto!?, präsentiert uns auf Dunno eine gute halbe Stunde lang zackige Post-Rave Computersounds. Es faucht und knarzt, fletscht und bleept, dass es nur so eine wahre Freude ist! Das Zeugs ist sperrig bis zum Anschlag, enthält Sounds, die in vielen Ohren wohl als “fies” gelten würden, und groovt trotzdem wie Hölle. Das muss man erstmal schaffen!Unsere Vermutung: es liegt nicht am cleveren Sounddesign oder dem Einsatz von Beats, die hier fast gänzlich fehlen. Es ist eher die Haltung von Senni, die sich aus den Sounds heraus zu übertragen scheint. Eine gewisse Vehemenz, ein jugendlicher Forscher- und Tatendrang scheint da zu uns durch. Ein Kerl, der keine Probleme damit hat, direkt vom Dancefloor in ein akusmatisches Studio zu gehen und danach wieder zurück zu wanken. Nicht ohne vorher noch in der Noise Bar vorbeigeschaut zu haben.
Zipo
www.prestorecords.com
Army Of The Universe – Mother Ignorance CD
5. Mai 2012 · Keine Kommentare

Army Of The Universe
Mother Ignorance CD
(Metropolis MET 718)
Mit seiner Mischung aus EBM und Future Pop hat es das Duo Army Of The Universe in einen AC Mailand/adidas Werbespot geschafft. Ferner war es anscheinend naheliegend, mit diesem Projektnamen Björks Army Of Me zu covern; nun ja. Mother Ignorance ist fett produziert und kommt mit Selbstbewusstsein und Power daher. Letztendlich ist es aber die Art von Körpermusik, wie wir sie bereits seit frühen 1990er Jahren kennen: gallig, hochenergetisch und aggressiv, dabei immer mit einem zwinkernden Auge. Frühe Apoptygma Berzerk, Sabotage oder X Marks The Pedwalk kommen mir in den Sinn. Die Beats sind fett, die Stimme zerrt und alle Roboter drehen durch.
Zipo
www.metropolis-records.com
Seven That Spells – Future Retro Spasm CD
5. Mai 2012 · Keine Kommentare

Seven That Spells
Future Retro Spasm CD
(Beta Lactam Ring Records mt234)
Achtung Saxophon! Das muss man mögen. Auf deisem Album der Formation Seven That Spells regieren Hektik und Chaos. Sehr 70er-lastig krachen Saxläufe und gniedelnde Gitarren mit Grandezza aus einem irgendwie aufgeladenen Gesamtsound hervor. Alles wirkt verschwitzt und durchgefeiert. Präzision wird in Favour of Feeling über Bord geschmissen. Dreckig soll alles klingen. Wir denken an schrecklich bunte Hemden und komische Frisuren. Aua.
Zipo
www.blrrecords.com
Noisepoetnobody & Vance Galloway – Uranium 238 CD
5. Mai 2012 · Keine Kommentare

Noisepoetnobody & Vance Galloway
Uranium 238 CD
(Lens Records LENS0119)
Uranium 238 ist die zweite Zusammenarbeit der US-amerikanischen Künstler noisepoetnobody & Vance Galloway. Das Duo fand über ein Business Relationship künstlerisch zusammen: Galloway war ursprünglich angefragt, um Arbeiten von noisepoetnobodys damaliger Band zu mastern, woraus sich dann eine Freundschaft und Zusammenarbeit ergab. Uranium 238 ist im Rahmen eines Radiokonzerts entstanden und liefert uns filligrane elektronische Sounds, die spannend arrangiert wurden. Oft lenkt zunächst ein Geräusch im Vordergrund die Aufmerksamkeit auf sich: ein Kratzen, ein leises Schaben, ein metallisches Knirschen. Da drüber, vor und darunter entfaltet sich bedächtig ein warmer, ambienter Klangstrom, der manchmal voll synthetisch scheint, bisweilen aber auch nach manipuliertem Instrumentalklang tönt. Zum Beispiel E-Bow Gitarre oder ähnliches. Uranium 238 ist ein modernes Ambientwerk mit einem hohen Anteil an knisternden Geräuschen und einem Gespür für spannende Arrangements. Prima!
Zipo
www.lensrecords.com