magazin

aufabwegen header image 1

Introduction

1. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert

Willkommen im Logbuch.
Hier werden regelmäßig Rezensionen eingestellt. Und zwar nur solche, die nicht in der Printausgabe von aufabwegen erscheinen oder erschienen sind. Das Logbuch ist also als eine Art Ergänzung und Weiterführung der Printausgabe von aufabwegen zu verstehen. Wir möchten das Logbuch dazu nutzen, in aller Kürze auf Tonträger, die uns erreicht haben einzugehen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Zipo

Dans Dans – Sand CD

5. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert

UNDAY055CD

Dans Dans
Sand CD
(Unday Records UNDAY055CD)

Die unendliche Weite der belgischen Steppe kann es nicht sein, die Dans Dans zu ihrem Neo Western Sound inspiriert. Sand könnte der Soundtrack zu einem veritablen Jim Jarmusch Roadmovie der 90er sein – instrumentale, bluesige Songs, mit Sleaze und Coolness vorgetragen. Sand ist ein Album, das wütende Momente ebenso kennt wie lauernde Monster und entspannte Nachmittagsmelodien. Das Trio Dans Dans wechselt scheinbar mühelos die Stimmungslage und die Intensität des Spiels. Wucht, Zartheit und sportliche Aggressivität – alles scheint möglich. Sie klingen (natürlich!) ganz anders und doch reiht sich diese Band in unser Sammlung der Instrumentalheroen direkt neben Die Haut ein. Schöne Entdeckung!
Zipo
www.undayrecords.be

Frank Meyer – Spuren CD

2. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert

spuren_200x180

Frank Meyer
Spuren CD
(Frank Mark Arts CD FMA 1628)

Spuren fühlt sich an wie das Werk eines Eigenbrödlers, der seine Träumereien in Klang ummünzt. Ausgehend von verschiedensten Gitarrensounds entspinnen sich atmosphärisch dichte Tracks von unterschiedlichster Charakteristik und doch mit einer gewissen träumerisch-melancholischen Grundstimmung ausgestattet. Bisweilen driftet das Album in proggige Gefilde ab und läßt auch kosmische Tendenzen erahnen. Spuren kann dennoch ohne Verletzungsgefahr in einem Rutsch gehört werden und dies am Besten mehrmals hintereinander. In den Landschaften aus E-Bow-Sirren, fremd anmutenden Synthiklängen, Ukulele und Flöte wartet so manche Überraschung auf den geneigten Hörer. Das bizarrste Stück ist Klischee und Wirklichkeit, welches mit seinem recht tighten Kriminaltango-Ryhthmus fast an die Sky-Phase bei Tietchens denken lässt. Schön verschroben!
Zipo
www.frank-mark-arts.com

Margaret Unkonw/Markus Krispel – {} CDR

2. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert

SM2990

Margaret Unkonw/Markus Krispel
{} CDR
(Setola die Maiale/chmafu nocords SM2990)

Sehr sympathisch beschreibt Markus Krispel im Klappendeckel zur CDR seine erneuerte Begegnung mit Margaret Unknown und wie sich im Laufe einer Mini-Serie an Konzerten die hier eingefangene Duo-Sprache entwickeln konnte. Margaret Unknown zerrt und ruckelt meistens an der Gitarre; in Sturm & Drang-Phasen der Aufnahme kommt quäkende Vokalakrobatik dazu. Krispel selbst steuert kaskadierende Alto-, Tenor- und Baritonsax-Klänge bei. {} ist in weiten Phasen eine dringliche, intensive und kakophonische Platte, die nur in wenigen Momenten von ruhigeren Passagen zeugt. Aber auch diese wirken stets wie Kraftfelder, wie die Basislager für den nächsten Sprung mit Anlauf. Wie sagt man? Free Jazz, oder?!
Zipo
www.setoladimaiale.net

Satoko Fujii Orchestra Tokyo ‎– Peace (Tribute To Kelly Churko) CD

28. November 2016 · Kommentare deaktiviert

LibraRecords217039

Satoko Fujii Orchestra Tokyo
Peace (Tribute To Kelly Churko) CD
(Libra Records 217-039)

Satoko Fujii ist eine manisch aktive Jazzpianistin, die gemeinsam mit ihrem Mann, dem Trompeter Natsuki Tamura, das Label Libra Records betreibt und in zahlreichen Kombos spielt. Libra veröffentlicht ausschließlich die Eigenprojekte der beiden in ansprechenden Papierverpackungen. Das Satoko Fujii Orchestra kennt alleine fünf Konfigurationen, je nach dem Ort an dem es zusammentrifft. Die CD Peace wurde vom SFO Tokyo eingespielt und enthält vier Stücke, drei davon von Fujii komponiert und alle dem kanadischen Musiker Kelly Churko gewidmet, der 2014 mit nur 37 Jahren verstarb. Die drei ersten Stücke sind wuchtige und großbesetzte Bläserkompositionen, die extrem powerful und in ihrer kakophonischen Dimension nicht immer leicht daheim zu hören sind. Der Drive und die Energie des Live-Erlebens sind nicht ohne weiteres reproduzierbar, so dass nur der reine Klangeindruck bleibt. Schrille, blockartige Trompetensounds können nun einmal an den Nerven zerren. Beguine Nummer Eins schafft den versöhnlichen Abschluss mit fast Big Band-artiger Kohärenz und swingenden Melodieläufen. Krächzende Ausrisse werden vom Gruppenklang mühelos absorbiert, so dass am Ende die Einheit des Sounds bestehen bleibt.
Zipo
www.librarecords.com