Merzouga
Mekong Morning Glory CD
(Gruenrekorder Gruen 092)

Das Duo Merzouga (Eva Pöpplein & Janko Hanushevsky) ist den Spuren des Mekong gefolgt. Mekong Morning Glory intendiert dabei nicht in Nachfolge zu Annea Lockwood eine „Sound Map“ des Flusses zu zeichnen, sondern der mächtige Strom fungiert als Inspirator und roter Erzählfaden für eine akustische Geschichte. Das Zitat aus Joseph Conrads großartiger Erzählung „Herz der Finsternis“, in der auch ein Fluß eine wichtige Rolle spielt, scheint diese These zu unterstreichen. Es geht eben nicht um Dokumentation, sondern um eine Fiktion, die durch dokumentarische Elemente an Dichte gewinnt. Wenn also prasselnder tropischer Regen, spielende Kinder oder rauschendes Wasser zu hören sind, dann als Elemente einer Komposition, die den Charakter eines Reisetagebuchs trägt. Erlebtes wird verarbeitet, reflektiert, in der Erinnerung verfremdet und neu zusammengestzt. Auch rein abstrakt-elektronische Sounds kommen hier vor, wie die Stützen der Erinnerung, wie die akustischen Black Outs auf einer Reise in eine fremde Welt. Hin und Zurück.
Zipo
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