Lars Akerlund
Sub Liminal Transmission 3xCD
(Firework Edition Records FER1123)

Unserer Kenntnis nach ist Lars Akerlund neben Jean-Louis Huhta das aktivste ex-Mitglied des Lucky People Centre, einem Musik/Kunst-Kollektiv aus Göteborg, welches Mitte der 1990er einige Bekanntheit erlangen konnte. Seit jenen Tagen des experimentellen Art Pop hat sich Akerlund der ernsteren elektronischen Musik an der Schnittstelle von Akademie und Noise verschrieben. So ist er ein regelmäßiger Gast im EMS Studio und arbeitet häufiger mit Kasper T. Toeplitz zusammen. Die Stücke Akerlunds, die uns bisher begegnet sind waren alle solide und stringent, konnten aber keine echte Begeisterung hervorrufen. So ist es auch bei der 3er CD Sub Liminal Transmission, die uns irgendwie nicht packt. Die Stücke sind fast alle zu lang und ohne dynamische Überraschungen. Die mittlere CD bringt vor allem mit dem Stück Labyrinth etwas Abwechslung in die graue Landschaft – hier sind stark anschwellende, kaskadierende Klänge zu vernehmen, die dem Stück ein eigenes Leben und eine Unterteilung verleihen. Viele andere Stücke – konstruiert am Buchla200, aus Field Recordings und mit etlichen digitalen und analogen Klangerzeugern und -manipulatoren – wirken blutleer und ohne Ziel. Die brutzelnden, knisternden und manchmal schwach pulsierenden Sounds sind gut gemacht, aber sie werden ohne Fantasie arrangiert. Es wirkt fast so als wolle uns Akerlund seine Soundpalette aus Selbstzweck vorführen. Nach dem Motto: Seht her, ich mache das, weil ich es kann. Um in das Noise Feld zu passen fehlt es den Tracks an Biss und Haltung; für eingefleischte Akusmatiker wird die Gestalt der klanglichen Bilder zu simpel sein…
Zipo
www.fireworkeditionrecords.com