Stephen Parsick – Praecambrium CDR


stephenparsick

Stephen Parsick
Praecambrium CD-R
(Self-released)
Planetary Music live at Osnabrück Planetarium Download
(Musiczeit)

Seine Musik beschreibt Parsick als Doombient, wobei zu fragen ist, ob hier nicht einfach der durchaus passende Begriff Dark Ambient vermieden wird um ein neues Genre zu schaffen. Wie dem auch sei, die zehn Tracks auf Praecambrium bieten solide Klangflächen, die aus vielerlei Schichten zu bestehen scheinen: Es brodelt und rauscht und man fühlt sich in graue Vorzeit versetzt. Track zwei dagegen klingt insofern dynamischer als hier perkussive Momente dazukommen. Atmosphärisch ist das Album durchaus dicht und auch die melodischeren Passagen, die sich später finden, passen ins Gesamtbild. Der Titel des Albums ist durchaus adäquat und lässt an Gottfried Benn denken, in dessen Gedicht Gesänge es heißt: „Oh, dass wir unsere Ur-ur-ahnen wären./Ein Klümpchen Schleim in einem warmen Moor.“
Die Liveaufnahmen aus dem Osnabrücker Planetarium bieten ebenfalls meistens dunkle Klangflächen, die in Passagen noch reduzierter wirken: Da scheinen die Weiten des Weltalls durchaus noch etwas Mysteriöses zu haben, im zweiten Track spürt man fast schon eine latente Bedrohung. Das ist durchaus Musik der Sphären, kosmische Musik, die natürlich als Referenzpunkt eher Lustmord und nicht etwa Ash Ra Tempel hat.
Michael Göttert
www.musiczeit.com

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